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Drei Minuten im schwerelosen Glück
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Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt hat ein privates Raumschiff das Weltall erreicht. Mike Melvill schwebte etwa drei Minuten in seinem Ein-Mann-Raumschiff "SpaceShipOne" schwerelos im Weltall, bevor er wieder in die Atmosphäre eintauchte und wohlbehalten auf dem Flughafen Mojave im US-Bundesstaat Kalifornien landete. Mit Jubel begrüßten zehntausende den ersten Privat-Astronauten auf seinem Heimatplaneten. Der historische Abstecher ins All dauerte nur etwa anderthalb Stunden.
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Das Trägerflugzeug "White Knight" hatte "SpaceShipOne" zunächst von Mojave aus auf eine Höhe von 15 Kilometern gebracht und dann ausgeklinkt. Daraufhin startete der 62-jährige Melvill den Raketenmotor, der das Gefährt mit dreifache Schallgeschwindigkeit in die Höhe von rund 103 Kilometern katapultierte. Die 100-Kilometer-Marke gilt als Grenze zwischen Erdatmosphäre und Weltall.
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Kreuzfahrt ins All?
Hinter dem Projekt stehen die Raumfahrtlegende Burt Rutan und der US-Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen, der 20 Millionen Dollar in das Projekt steckte. Luftfahrtingenieur Rutan, der das Gerät entwickelte, verspricht sich bei einem Erfolg des Projektes die Ausweitung des Tourismus auf die Weiten des Alls. Rutans Firma Scaled Composites plant, kommerzielle Flüge für Weltraumschwärmer anzubieten - zum Preis von rund 100.000 Dollar (81.500 Euro). Mit dem Bau weiterer Raumfähren bis 2010 könnte der Preis dann auf weniger als 10.000 Dollar gedrückt werden. Drei Touristen gleichzeitig sollen ins All fliegen können.
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